Skalierbarkeit und Modularität für eine günstige Energiebilanz

Das SIGUV-Rechenzentrum gibt mit seiner skalierbaren technischen Infrastruktur zeitgemäße Antworten auf die drängenden Fragen der Ressourcenschonung und des verantwortungsvollen Umgangs mit dem wertvollen Gut Energie. Es ist durchgängig auf Modularität, Skalierbarkeit und Flexibilität hin ausgerichtet, ohne bei der Hochverfügbarkeit Kompromisse eingehen zu müssen. Der Ressourcenverbrauch entspricht dem jeweiligen Ausbaugrad. Energieverschwendung wird durch modernste Konzepte vermieden.

In einem modernen Rechenzentrum muss die ständige Verfügbarkeit gewährleistet sein – auch während der
Wartungszeiten. Dies und die Komplexität der Geräte und Systeme macht die Installation von technischen Überkapazitäten notwendig. Ungenutzte Kapazitäten jedoch haben einen negativen Einfluss auf den Wirkungsgrad, der im Idealfall nahe 100 % liegt.

Wirkungsgrad: Anteil der eingebrachten Energie, der tatsächlich für den jeweiligen Prozess genutzt werden kann.

Baut man Redundanzen in hohem Maße auf, sinkt im Normalbetrieb die Auslastung je System teilweise unter 50 %. Der Wirkungsgrad verschiebt sich in den ungünstigen Bereich.

Skalierbarkeit moderner IT-Landschaften

Ein modernes Rechenzentrum muss auf die Dynamik und den schwankenden Bedarf moderner IT-Landschaften reagieren können:

  • Systeme werden ständig angepasst, erweitert und umgestellt.
  • Bei weichen Migrationsprozessen hin zu neuen Hardware-Lösungen ist oft ein Parallelbetrieb des Altsystems neben dem Neusystem erforderlich.
  • Durch neue Kunden eingebrachte IT-Hardware beeinflusst die Lastverhältnisse.

Für die technischen Anlagen, die die Serversysteme versorgen, bedeutet dies ständige Änderungen der Auslastung. Bisherige Konzepte setzten daher auf einen Vollausbau der technischen Systeme.
Die Folge: Überkapazitäten, ungünstiger Wirkungsgrad und immense Energieverschwendung.

Skalierbarkeit der Infrastruktur

Das SIGUV-Rechenzentrum gibt mit seiner skalierbaren technischen Infrastruktur zeitgemäße Antworten auf die drängenden Fragen der Ressourcenschonung und des verantwortungsvollen Umgangs mit dem wertvollen Gut Energie.

  • Die Klimaanlagen arbeiten dreistufig. Bei geringer bis mittlerer Auslastung wird nur indirekt mit Außenluft gekühlt, bei höherer Auslastung zusätzlich mit Verdunstungskälte. Und nur in punktuellen Spitzenlastzeiten wird eine konventionelle Kompressorkühlung zu-
    geschaltet. Die Anpassung an den jeweiligen Betriebszustand geschieht dabei vollautomatisch.
  • Die beiden Transformatoren arbeiten bereits im Normalbetrieb mit mehr als 50 % ihrer Nennleistung, was sich günstig auf den Wirkungsgrad auswirkt.
    Fällt einer der beiden aus, wird der verbleibende Transformator gezielt mit Überlast betrieben und dann besonders gekühlt. Somit herrscht in der weit überwiegenden Betriebssituation ein günstiger Wirkungsgrad.
  • Die Anlagen zur unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV-Anlagen) sind modular aufgebaut und können an die aktuelle Betriebssituation angepasst werden. In konventionellen Umgebungen dagegen trugen USV-Anlagen wesentlich zu einem schlechten
    Gesamt-Wirkungsgrad bei, da sie durch den Parallelbetrieb bei Halblast weit von ihrer Nennlast entfernt arbeiteten.
  • Das gesamte Konzept des SIGUV-Rechenzentrums ist von Flexibilität und Modularität gekennzeichnet:
    Alle baulichen und technischen Anlagen sind so weit vorgedacht, dass Erweiterungen in kürzester Zeit umzusetzen sind. Erweiterungen werden genau dann realisiert, wenn der Bedarf wächst – etwa durch neue Kunden.

Quelle: HDP GmbH und VON ZUR MÜHLEN´SCHE GMBH