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Häufig gestellte Fragen

Auf dem Markt sind bislang keine Branchen- oder gar Standardlösungen für zielgruppenspezifische Web-Applikationen verfügbar. Diese Feststellung gilt vor allem dann, wenn der UV-Träger einen hohen Integrationsgrad mit seinen vorhandenen Fachanwendungen, den sogenannte Legacy-Anwendungen wünscht. Die Alternativen zur "Beschaffung" geeigneter Softwarelösungen bestehen somit in der externen Vergabe von Entwicklungsaufträgen oder der Durchführung von Eigenentwicklungen.

Die Motive eines Unfallversicherungsträgers könnten demnach in folgenden strategischen Zielsetzungen bestehen:

  • Über eine hohe Eigenleistungstiefe verbunden mit der Übernahme eines Anteils an den Gesamtkosten die Wirtschaftlichkeit der Kommunikation über Web-Portale dauerhaft zu gewährleisten.
  • Richtung und Tempo der Entwicklungen selbst zu bestimmen.
  • Eigenen Mitarbeitern in den IT-Abteilungen interessante Arbeitsbereiche mit individuellen Entwicklungsmöglichkeiten anzubieten.

Voraussetzung für die Teilnahme eines Unfallversicherungsträgers an der UV Web-Community sind:

  • Das Einverständnis zum Organisationsmodell der UV Web-Community und die Zustimmung zu den Konzepten und Methoden der agilen Softwareentwicklung für den Bereich der Web-Applikationen.
  • Die Übereinstimmung mit den inhaltlichen Zielsetzungen der UV Web-Community, die sich aus den konkreten Arbeitsaufträgen ergeben, die jeweils für eine 24-monatigen Projektzyklus mit der Community vereinbart werden.
  • Die Bereitschaft, mindestens einen Mitarbeiter zu 20% seiner Arbeitszeit für Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie für Mitwirkungsleistungen an den Arbeitsaufträgen der UV Web-Community freizustellen.
  • Die Zustimmung zum Budgetplan, der eine anteilige Beteiligung an den Gesamtkosten der UV Web-Community vorsieht.

Gemeinsam mit dem InternetPoP Hamburg bietet die UV Web-Community unter dem Namen uvSaaS (Software as a Service) ein Paket an Softwareprojekten und Dienstleistungen, die ein echtes Outsourcing von Web-Applikationen oder gar Web-Portalen ermöglichen.

Der Kunde von uvSaaS trifft eine Auswahl aus dem Anwendungsportfolio der UV Web-Community und beauftragt die Community nach Bedarf mit inidividuellen Anpassungen und Adaptionen an seine eigenen Erfordernisse und  Gegebenheiten.

Der InternetPoP Hamburg stellt die für den Betrieb erforderlichen Infrastrukturkomponenten bereit, übernimmt die Installation und Einrichtung der Web-Portale sowie das Deployment der vom Kunden gewählten Services und Applikationen und kümmert sich schließlich um deren Verfügbarkeit im Produktionsbetrieb.

Für Ihre Fragen zu uvSaas stehen Ihnen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

Für die UV Web-Community

Herr Lars Walther (novareto GmbH), email: lwalther@novareto.de, Tel: +49 911 7807251

Für den UV InternetPoP

Herr Matthias Oos (BG-Verkehr), email: matthias.oos@bg-verkehr.de, Tel: +49 40 3980 1777

Sämtliche Anwendungen und Dienste werden so entwickelt, dass ein Austausch unter den Unfallversicherungsträgern, mindestens jedoch die Übertragbarkeit der Mehrzahl von Funktionen möglich ist. Insofern erfolgt mit dem Projekt UV-Web-Community ausdrücklich keine Vereinheitlichung von Anwendungen und Prozessen, vielmehr wird der Individualität der Fachlichkeiten und Backendsysteme bei den beteiligten Tägern Rechnung getragen.

Ähnlich wie im Automobilbau wird jedoch versucht, ein Plattformkonzept zu verwirklichen, bei dem nur einzelne Komponenten ausgetauscht werden müssen, um die Funktionalität der Applikationen in einem anderen Umfeld zu gewährleisten.

Jeder Unfallversicherungsträger implementiert zu diesem Zweck ein spezielles Add-On (uvc.schnittstellen), in dem alle Methoden für den Zugriff auf die Backendsysteme zusammengefasst werden. Namensgebung und Funktionsumfang der Methoden werden standardisiert. Auf diese Weise müssen im Idealfall nur einige Imports geändert werden, um ein Add-On eines anderen Unfallversicherungsträgers im jeweils eigenen Umfeld einzusetzen.

Bezüglich der Rechte an den Projektergebnissen werden folgende Vereinbarungen
getroffen:

  1. Die Urheberrechte für alle im Rahmen der UV-Web-Community erzielten Ergebnisse in Form von Softwareprojekten oder Bestandteilen davon, Konzepten und Dokumentationen in schriftlicher und elektronischer Form liegen bei der Community-Foundation, vertreten durch die daran teilnehmenden UV-Träger sowie der novareto GmbH.
  2. Für die Nutzung der von der UV-Web-Community entwickelten und veröffentlichten Softwareprojekte gilt die Zope Public License in der Version 2.1 (ZPL 2.1). Grundsätzlich haben damit sowohl die Mitglieder der UV-Web-Community (die teilnehmenden UV-Träger) einschl. der novareto GmbH als auch nicht unmittelbar an der UV-Web-Community beteiligte Dritte das Recht zur unentgeltlichen Nutzung und Weitergabe der Software entsprechend der ZPL 2.1.

 
Damit wird manifestiert, dass es sich bei der UV-Web-Community in erster Linie um eine Gemeinschaft zur Planung, Entwicklung und Realisierung von Open-Source-Softwareprojekten handelt, die kein vorrangig kommerzielles Interesse im Sinne einer späteren Vermarktung von Softwareprodukten verfolgt. Dementsprechend werden auch gegenüber künftigen Teilnehmern an der UV-Web-Community keine Nutzungsentgelte für die bis dahin erzielten Projektergebnisse erhoben.