SIGUV ID – zuverlässige Internetdienste für die gesetzliche Unfallversicherung

Ein zentraler Shared Service der SIGUV ist SIGUV ID, kurz für: Internetdienste. Hosting von Webapplikationen, Gatewaydienste und Software-as-a-Service-Lösungen gehören zum Leistungsumfang für Mitgliedsbetriebe, Versicherer und Partner der gesetzlichen Unfallversicherung.

„Das Ganze ist mit der Zeit gewachsen“, erklärt Danny Maertens von der BG Verkehr, einer der technischen Verantwortlichen von SIGUV ID. „Fast alle Berufsgenossenschaften und Unfallkassen erhalten ihren Internetzugang über die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV).“ Auch die BG Verkehr nutzt das als CNUV bekannte Netz, das den internen Datenverkehr der Behörden vom öffentlichen Internet trennt. 

Internetdienste für die gesetzliche Unfallversicherung

„Für den eingehenden Datenverkehr haben wir bezogen auf Flexibilität und Performance jedoch eine andere Lösung benötigt, spätestens als die Zahl von Online-Unfallmeldungen und damit auch die Datenmenge zunahm“, blickt Danny Maertens etwa fünfzehn Jahre zurück. „Dabei kam es schnell zu einer Zusammenarbeit mit der BGHW, später kam die BG ETEM mit dazu – und heute gibt es die SIGUV mit einem eigenen Rechenzentrum in Alzey.“

Damit werden verschiedene Internetdienste verfügbar, wie Danny Maertens erläutert: „Wir stellen einen eingehenden Zugang zur Verfügung, sodass Internetdienste für die einzelnen Häuser nutzbar werden. Dabei gewährleisten wir die Sicherheit, insbesondere natürlich der Sozialdaten.

Sichere Prozesse im zukunftsfähigen Rechenzentrum

BILDER_NL_07.263.jpgDarin erschöpft sich das Angebot von SIGUV ID aber noch nicht. „Das umfasst alles Mögliche an Diensten, die über das Internet erreichbar sein müssen. Wenn zum Beispiel ein Träger eine Webseite eingerichtet hat, können wir ein direktes Routing zum entsprechenden Haus einrichten oder auch im Rechenzentrum das Hosting übernehmen. 

Das SIGUV-Rechenzentrum in Alzey bei der HDP GmbH ist kürzlich erweitert worden. Die hausübergreifende IT-Organisation GEM-IT von BG ETEM, BGHW und BG Verkehr hat den Betrieb der neuen Module übernommen. Somit ist der nächste Schritt bei der Harmonisierung der Prozesse getan. „In dem Punkt befinden wir uns gerade in einer wichtigen Übergangsphase“, wie Danny Maertens erläutert. „Unser Zugang vom CNUV zum öffentlichen Internet läuft damit über GEM-IT, aktuell verwalten wir ihn aber noch bei SIGUV ID.“

Als nächstes steht die Kopplung ans Rechenzentrum der bg phoenics in Nürnberg an. „In erster Linie geht es dabei um eine Backup-Möglichkeit“, erklärt Danny Maertens. „Natürlich gibt es auch in Alzey selbst ein Backup, aber um sich auch gegen höhere Gewalt abzusichern, ist ein dezentrales Backup notwendig. Dadurch wird aktuellen Sicherheitsstandards des BSI entsprochen und Services wie SIGUV ID werden noch ausfallsicherer.“

SIGUV ID bleibt auf der Höhe der Zeit

Zitatkachel Danny Maertens.jpgGenerell wird der Shared Service SIGUV ID kontinuierlich weiterentwickelt, um immer auf der Höhe der Zeit zu sein, wie Danny Maertens ausführt: „Wir haben unsere Login-Infrastruktur umgestellt. Jetzt nutzen wir mit Keycloak ein Open-Source-Produkt, für das es regelmäßige Updates gibt. Damit gewährleisten wir eine sichere und zukunftsfähige Authentifizierung der Nutzenden.“

Aktuell steht die Containerisierung auf der Agenda des für SIGUV ID zuständigen Fachboards. „Das bedeutet, dass unsere einzelnen Webapplikationen in sogenannte Container verpackt werden, die den Code, alle notwendigen Bibliotheken und Abhängigkeiten enthalten. Dadurch laufen die Anwendungen isoliert und ressourcenschonend auf jeder Infrastruktur, die sie verwenden will, ohne dass der Code angepasst werden muss. Damit sind wir flexibler, vor allem im Hinblick auf UV Nexus.“

Der Zusammenarbeit in der dieses Jahr offiziell gestarteten IT-Kooperation zwischen dem Großteil der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung blickt Danny Maertens gespannt entgegen: „Es ist noch nicht jedes Detail für die Umsetzung geklärt, aber die Zielsetzung ist klar. Wir wollen einheitlich arbeiten und neue Synergien schaffen, um IT-Prozesse in der gesetzlichen Unfallversicherung zu optimieren. Die SIGUV hat mit ihren Shared Services bereits eine gute Grundlage, die mit hausübergreifenden Projekten wie GEM-IT gefestigt wird. Damit sind wir gut aufgestellt, um uns bestmöglich in UV Nexus einzubringen.“

SMK